Kurzbeschreibung: Was ist die integrale Politik der Wirtschafts- und Wissenschafts-Akademie der Dharma-Ethikpartei?
Eine Kurzform des politischen Manifests der Ethikpartei (auf drei A4 Seiten)
Das vollständige politische Manifest, wie auch das spirituelle Manifest der Ethikpartei, sind beide ausdruckbar als Adobe-Pdf bei den
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Was ist die integrale Politik der Ethikpartei?
Das ist eine interessante Frage, die uns da vom Programmrat des Kongresses für integrale Politik gestellt wurde ... Die Ethikpartei ist ein Paradigma-Institut, eine Akademie der Weltbilder. Die positive Weltbildveränderung, und somit auch die Veränderung unseres eigenen Weltbildes, betrachten wir als unser Dharma, d.h. als unsere Pflicht und Spiritualität. Anders als in den heutigen Akademien ist bei uns das ganzheitliche Denken erst so richtig möglich, denn das Praktische wird voll integriert da ALLE gesellschaftskritischen Tabu-Themas angesprochen und auf die natürliche, universelle und zeitlose Skala der Ethik gelegt werden dürfen.
Die Architektur eines neuen, besseren Welt-Währungssystems und die Aufgaben der zukünftigen Zentralbanken müssen von korruptionsfreien, ethisch Gebildeten beaufsichtigt werden. Die Erschaffung einer neuen Art von Hochschule für die beratende Funktion von ethisch Gebildeten ist langfristig der einzige Weg, wie das Problem der finanziellen UND intellektuellen Korruption im Journalismus, in der Wissenschaft, in der Politik, in der Wirtschaft und im Welt-Währungssystem angegangen und gelöst werden kann.
Jede Gesellschaft und jede Kultur, sei sie nun primitiv oder komplex, bedarf einer gewissen ethischen Intelligentia, um ihre sozialen Aufgaben zufrieden stellend zu lösen. Manchmal zeigt sich diese leitende Intelligenz in Form des Dorfweisen und ein anderes Mal in Form eines Nobelpreisträgers. In beiden Fallen aber übt sie ungeachtet der Tiefe und Kultiviertheit dieselbe Funktion aus. Der ethisch geschulte Wirtschafts-Berater soll diese Aufgabe im zukünftigen Welt-Währungssystem der Wirtschaft übernehmen.
Die Ursache der Probleme der Menschen ist in ihrem heutigen Weltbild zu finden. Dieses weist, speziell im neo-liberalen Wirtschaftsleben immer mehr archaische Züge auf (Might makes Right!), was dazu führt, dass wir Menschen uns in unserer Entwicklung behindern, wenn nicht sogar selbst vernichten. Es gibt auch viele Stimmen anerkannter Wissenschaftler, die uns vor der Selbstauslöschung warnen (Steven Hawkings, Martin Rees, etc).
Es ist unsere Überzeugung, dass, wenn sich die Menschen erheben und transformieren wollen, vor allem das Weltbild und die innerste geistige Ausrichtung verändert bzw. verbessert und ergänzt werden müssen, und alles weitere (Handlungen, Politik usw.) sich dann gleichsam von selbst transformiert. Im Weltbild der Ethikpartei ist ethische Entwicklung nicht verschieden von der spirituellen Entwicklung und da wir das Spirituelle, im Gegensatz zum Materiellen, als zeitlos betrachten, lohnt es sich zu untersuchen, welche Weltbilder in der Geschichte der Menschheit bedeutsam waren. Auf diese Weise können wir in einer holistisch-integralen Spiritualität die Essenzen aus ihnen herausextrahieren und sie in unser Weltbild integrieren. Es ist sicherlich auch sinnvoll, uns umzuschauen, ob nicht bereits herausragende Persönlichkeiten der Moderne denselben Pfad beschritten haben (und vielleicht gerade deshalb zu solchen Persönlichkeiten geworden sind). Wir wollen hier mit zwei Personen beginnen, obwohl wir uns noch von vielen weiteren haben inspirieren lassen.
Es ist naheliegend, dass wir als Schweizer uns zum dezentralen und direkt-demokratischen Föderalismus eines Mahatma Gandhi hingezogen fühlen und davon ausgehen, dass dies der Weg zu einer friedvollen Zukunft der Menschheit ist. Für die Umsetzung dieses gandhischen Demokratiegedankens halten wir die Etablierung eines neuen Bildungswesen für korruptionsfreie, ethisch Gebildete vonnöten, wie es Hermann Hesse in seinem Nobel-gepriesenen Buch Das Glasperlenspiel beschrieben hat, das für uns ebenfalls richtungsweisend geworden ist. Diese beiden herausragenden Persönlichkeiten, die sehr vielen Menschen auf dem Pfad der spirituellen Entwicklung weitergeholfen haben, liessen sich beide von einem Weltbild inspirieren, das im alten Indien in Unmengen von Sanskritschriften und vor allem in einem der wichtigsten literarischen Klassiker der Menschheit zusammengefasst wurde; der Bhagavad Gita. Diese häufig als «Hindubibel» bezeichnete Schrift ist gerade zu eine literarische Form gelebter Integralität. Bereits seit über 2500 Jahren übt die Gita einen nachhaltigen und immer wieder neu befruchtenden Einfluss auf den indischen Geist aus und wird von allen traditionellen Hindu-Schülernachfolgen (Sampradayas) akzeptiert. Sie wurde deshalb auch in den verschiedensten klassischen Sanskrit-Werken kommentiert und in alle neuindischen Sprachen übersetzt.
Seien es nun soziologische, psychologische, metaphysische oder spirituelle Themen, die Bhagavad Gita erscheint uns als eine wunderbare Zusammenfassung und Erläuterung zeitloser spiritueller Wahrheiten, wie wir sie sonst nur selten antreffen. Sie enthält höchste Lehren der Weisheit und Philosophie sowie eine Botschaft des Friedens, die sich an alle richtet, unabhängig von Volkszugehörigkeit, Glauben, Alter oder Religion. Ethik, die Kunst des richtigen Handelns, ist eines der Hauptthemen der Bhagavad Gita. Wie bereits erwähnt, definiert sie die drei Gunas als eine zeitlose und natürliche Skala der Ethik und betrachtet diese als Massstab für die spirituelle Transformation des Menschen. In unserer materiellen bedingten Welt sind die drei Gunas freilich immer vermischt, und das Verhältnis zwischen ihnen verändert sich fortlaufend. Auf der spirituellen Ebene ist jedoch Sattva, die erhaltende Tugend und Weisheit rein und unvermischt.
(Genauer definieren kann man die drei Gunas auch als: 1. Erhaltende Tugend und Weisheit (Sattva-Guna),
2. Erschaffende Leidenschaft (Raja-Guna), 3. Zerstörerische Unwissenheit (Tama-Guna). Im Manifest der Dharma-Ethikpartei auf www.ethikpartei.ch befinden sich weitere Erläuterungen zu jedem dieser Guna-Überbegriffe sowie erklärende Illustrationen.)
In diesem, auf die drei Gunas gestützten Sinne, betrachten wir Ethik als zeitlos und spirituell und der Altruismus geht Hand in Hand mit der Spiritualität. Die Begriffe Moral oder Sitte stehen hingegen für die wandelbaren, sich nach Ort, Zeit und Umständen verändernden Gepflogenheiten. In weiser Voraussicht und aus gutem Grund widmet die Bhagavad Gita drei ihrer achtzehn Kapitel diesem ewigen Erkenntnis-Baustein auf unserem Weg zur spirituellen, allumfassenden Ethik. Sie reformiert damit auch das heutige Weltbild, welches wir in unserer gewaltfrönenden, materialistischen Spass- und Konsumgesellschaft vorfinden. Wir leben leider in einer Kulturepoche, die Hermann Hesse in seinem "Glasperlenspiel" als das "Zeitalter des Feuilletons" tituliert, in dem "der Geist nichts mit sich selber anzufangen weiss" und das von der Sucht nach billiger Zerstreuung (instant satisfaction) und ethischer Degeneration gekennzeichnet ist.
Das Nichterkennen unseres Dharmas "der Not-wendigkeit unserer ethischen, spirituellen Evolution im Jetzt und in diesem Leben" ist der Inbegriff zerstörerischer Unwissenheit, denn es erzeugt eine geistige Ausrichtung der ausbeuterischen Leidenschaft: "The man who dies with the most toys wins! - Der Mensch, der beim Tod die meisten Spielzeuge angehäuft hat, hat gewonnen!" - "Nach mir die Sintflut!"
Unsere individuelle und kollektive ethische Evolution wird nicht erreicht mit einem destruktiven Weltbild des nihilistischen, vermechanisierten Materialismus oder Hedonismus, sondern durch unseren Freiheitskampf des gewaltlosen Widerstandes, mit dem Schwert des Wissens und dem Streben nach reiner, allumfassenden Liebe - nach der letztendlichen Befreiung aus dem Kreislauf von Karma, Alter, Krankheit, Geburt, und Tod.
Die Folgen der allgemeinen Verdrängung des Todes, der Wiedergeburt und der Spiritualität betreffen den ganzen Planeten und das ganze Ökosystem. In diesem doch eigensinnigen Glauben, dies sei das einzige Leben, das es zu geniessen gilt, hat der moderne Mensch keine Langzeitvisionen entwickelt, und nichts hält ihn davon ab, den Planeten und seine Bewohner, die Menschen, die Tiere und Pflanzen aus kurzfristigem Eigeninteresse zu plündern.
Die integrale Politik der Ethikpartei bedeutet nun anhand der zeitlosen und natürlichen Skala der Ethik:
1. Wir integrieren, was immer förderlich ist für die ethische Evolution des Menschen.
2. Wir zeigen auf und lehnen ab, was zu einer ethischen Devolution des Menschen führt.
Was sind die Kriterien hierfür? Das Kriterium ist Gewalt oder Gewaltlosigkeit oder, anders ausgedrückt: das Verbreiten von Leid oder von allumfassender Liebe (Freude). Denn je nachdem, wo wir uns auf der universellen Skala der Ethik befinden, verbreiten wir mehr oder weniger unnötige Gewalt, d.h. mehr oder weniger Leid bei unseren Mitlebewesen und auch bei uns selbst. Wir beanspruchen einen mehr oder weniger grossen ökologischen Fussabdruck, welcher ebenfalls mehr oder weniger Zerstörung und Leid verbreitet ... das ist auch der Grund dafür, dass wir uns vermehrt mit wirtschaftspolitischen Fragen beschäftigen.
Wir Lebewesen sind alle wie spirituelle "Brüder" oder "Schwestern", welche alle Leid oder Glück empfinden können. Wir sollten erkennen, dass in jedem Mensch und in jedem Tier eine individuelle Seele lebt, die deshalb schützenswert ist und nicht ausgebeutet werden sollte. Im Weltbild der altindischen Sanskritschriften z. B. in der Bhagavad Gita wird definiert, dass jedes Lebewesen eine Seele ist, und dass all diese Seelen qualitativ als gleichwertig betrachtet werden müssen, auch wenn sie sich in verschiedenartigsten Lebensformen befinden; in verschiedenen Körpern, welche alle nur bedingt die eigentlich vollständigen Lebensqualitäten der Seele durchscheinen lassen. Es ist sicherlich falsch, in diesem Punkt Unterschiede voraussetzen. Wenn wir diese Individualität der Seelen verneinen, kann dies umgekehrt zum materialistischen Monismus führen, zu einer nihilistischen teilnahmslosen Geisteshaltung und damit zum Abbau z. B. der Menschenrechte.
Das Weltbild des gleichzeitigen "Eins- und Verschiedenseins" (Acintja bedha abedha tattva) der ewigen Individualität der quantitativ unendlich vielen Seelen (Jiva-Atma) UND des qualitativen "aus dem selben Holz geschnitzt seins" führt uns zu einer theistischen Spiritualität, in der man erkennt, dass auch das Absolute eine persönliche Individualität besitzt, da es sonst etwas nicht hätte, was wir, die Individuen, besitzen. Theismus d.h. das Erlangen einer Interaktivität mit dem göttlichen Heilstrom (Para-atma), ist somit ein wichtiger Schritt heraus aus unserer zerstörerischen Unwissenheit und ausbeuterischen Leidenschaft.
Vor einem ausschliesslich materialistisch-monistischen Weltbild des "Alles ist Eins", das Individualität als Illusion versteht, müssen wir uns in Acht nehmen, da es unvollständig ist und in eine ethische Devolution in der Gesellschaft münden kann. Dieses Weltbild ähnelt einem Menschen, der zur Bushaltestelle rennt und sich denkt: "Es ist egal, wenn deswegen ein paar Zellen in meinem Körper absterben - Hauptsache ich erwische den Bus!" oder anders gesprochen: "Da spirituell gesehen alle Menschen zusammen nur eine einzige Seele sind und die Menschheit nur ein einziger Organismus, kann man - wenn man es für nötig hält - getrost ab und zu das Skalpell herausnehmen und an diesem Körper herumoperieren ...". Infolge eines so gearteten Denkens wurden schon viele Menschenleben geopfert; über 20 Millionen für das kommunistische Ganze unter Stalin und über 100 Millionen unter Mao. Ebenso denken auch heute noch einige Vertreter einer totalitären zentralistischen Eine-Welt-Regierung: "Dass es für die Menschheit ein Vorteil ist, über das Mittel der genmanipulierten Nahrung die Bevölkerung der Erde um ein oder zwei Drittel herabzusenken".
Natürlich sind wir von der Ethikpartei der Meinung, dass vor dem Gesetz alle Menschen gleichwertig sind, wir glauben jedoch nicht an die kommunistische Idee, dass eine klassenlose Gesellschaft möglich ist, denn Klassen und andere soziale Unterschiede wird es immer geben, da es die Natur des Menschen ist, unterschiedlich veranlagt zu sein und sich dementsprechend zu gruppieren: "Birds with the same feather flock together - Vögel mit demselben Gefieder fliegen zusammen". Diese natürlichen gesellschaftlichen Unterschiede sind nun harmonisch in eine integrale Politik zu integrieren, um jegliche Ausbeutung zu verhindern. In diesem Punkt darf und soll die Gesellschaft als ein sozialer Körper betrachtet werden, da sich die Individuen, je nach ihrem geistigen oder ethischen Entwicklungsstand aus freiem Willen gruppieren. Nicht jeder Mensch fühlt sich wohl in einem Hörsaal; und auch seine individuelle ethische Evolution wird erst sichtbar im Grad seiner Gewaltlosigkeit, im individuellen ökologischen Fussabdruck und in seinem Lebensstil (Interessen, Wortwahl, usw). Je höher der Beruf eines Menschen im Gefüge des gesellschaftlichen Körpers situiert ist, desto weiter sollte auch seine ethische Evolution vorangeschritten sein, die in seinem Lebensstil, seiner Gewaltlosigkeit, in seiner ethischen Ausbildung, seiner inneren Zufriedenheit und in seinem korruptionsfreien Konsum- und Arbeitsverhalten sichtbar wird.
Die Essenz unserer integralen Politik ist nun, dass das Bildungssystem, die Medien und auch eine zinsfreie Notenpresse in den Händen derjenigen liegen soll, welche am weitesten auf der Skala der ethischen Evolution vorangeschritten sind. "Das Bildungssystem muss unabhängig sein von allen anderen Gesellschaftsschichten." So wird es auch im Glasperlenspiel und in der Bhagavad Gita (18.42-44) beschrieben, die im Unterschied zu den drei sozialen Schichten in Platon's Politeia vier soziale Schichten benennt und damit die Machthaber, also die Regierenden, vom Bildungswesen der ethischen Gebildeten unterscheidet. Denn es liegt in der Natur der Macht, dass sie ihre Träger zu korrumpieren droht. Bei unseren heutigen, demokratischen Systemen wären diese ethisch Gebildeten nicht die Regierenden, sondern die Berater der Regierenden und mittels Schulsystem, Journalismus und Schriftstellerei, auch die Beratenden der stimmberechtigten Allgemeinheit.
Das Bildungswesen und die Art der gesellschaftlichen Wertebildung sind der Schlüssel zu einem gerechteren Staat und ein Garant gegen die wölfischen Triebe im Menschen, gegen den Verlust von Freiheit und Demokratie.
Eine Demokratie kann nur so gut sein wie ihr Bildungswesen. Deshalb steht das Bildungssystem, welches den Wert des föderalistischen, selbstverantwortungsvollen Demokratiegedankens weltweit verbreitet, in unserem Verständnis sogar noch über der Demokratie des Staates. So wird es beispielsweise im Glasperlenspiel von Hesse als eine kastalische "Provinz" beschrieben, die hierarchisch geordnet ist, denn: "Von den Besten gibt es nun einmal nur am wenigsten". Entscheidend für dieses Bildungswesen ist das gerechte Auswahlverfahren, denn jeder muss die Möglichkeit zur Aufnahme haben, wenn er die richtigen intellektuellen, geistigen und vor allem ethischen Qualitäten aufweist. Das ist eines der Hauptthemen in Hesses Glasperlenspiel. Keinesfalls ist dieses Bildungswesen mit einer Geheimgesellschaft zu verwechseln, sondern soll so transparent wie möglich sein. Das Bildungssystem der Kastalischen Provinz ist nicht eine Aristokratie des Blutes, schreibt Hermann Hesse, sondern eine des Geistes. Durch die Illusion der Blutlinien entsteht ein völlig falsches materialistisches Weltbild, das zu Rassismus, Krieg und zu all den Geheimlogen führt, welche die Menschheit auch heute noch an den Rand des Abgrunds drängen: Nicht die Blutlinie zählt in der ethischen Evolution, sondern die "Karma-Linie"!
Vielen Dank für ihr Interesse!
Die Mitglieder der Dharma-Ethikpartei
P. S. Wir möchten noch als Anhang auf unseren Studienführer zum Glasperlenspiel verweisen, welchen wir bei der roten Glasperle und bei den Downloads auf der Webseite untergebracht haben. Unsere Position haben wir auf unserer Webseite noch ausführlicher ausformuliert ...:
In Heftform neu überarbeitet (als Pdf bei den
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